Unsere Adventsgeschichte startet mit: Schneegestöber
Quelle: pexels-leroy-filon-311066_K_0

Unsere Adventsgeschichte startet mit: Schneegestöber

Es ist der erste Advent. Heute Nacht hat es bereits ordentlich geschneit und die Dächer sind mit weißem Pulver bedeckt. Auf den Straßen ist noch niemand zu sehen und es liegt eine gemütliche Stille in der Luft. Die Sonne lacht durch die Fenster und taucht die Räume in ein wohliges, warmes Licht. Sonnenstrahlen kitzeln Lou an der Nase, ein Auge nach dem anderen wird geöffnet und sich anschließend richtig gestreckt. Lou liegt im kuschelig, warmen Bett und bemerkt, dass heute der erste Advent ist. Die Bettdecke wird zur Seite geworfen und die Wollsocken, sowie der Morgenmantel angezogen. Nach einem Blick durch das Fenster wandern beide Mundwinkel nach oben. „Juhu es hat geschneit, heute kann ich endlich meinen ersten Schneemann bauen“. Lou ist begeistert. Am Fenster stehend, denkt Lou darüber nach, dass es nicht mehr lange bis Weihnachten ist und die Vorfreude steigt. In das Zimmer drängen sich die Gerüche von frischen Brötchen und heißer Schokolade: „mmh himmlisch, da muss ich gleich mal nachsehen“.

Langsam stapft Lou die Stufen hinab in die Küche. Unten angekommen warten bereits Mama, Papa und Elli mit dem Frühstück, auch Hund Felix kaut schon auf seinem Knochen. „Guten Morgen mein Schatz, na gut geschlafen?“, fragt Lous Mama. „Hast Du gesehen, dass es heute Nacht geschneit hat?“, fragt Papa Ralf. „Guten Morgen Mama und Papa, morgen Elli, ich habe prima geschlafen und ihr?“ Lou setzt sich an den Tisch und riecht an der heißen Schokolade. Papa Ralf schneidet Lou das Brötchen auf. Nach einem großen Schluck von der Schokolade antwortet Lou: „Natürlich habe ich gesehen, dass es geschneit hat. Ich möchte später einen großen Schneemann bauen, helft Ihr mir?“ Papa Ralf lacht. „Na klar helfe ich Dir, aber nur, wenn wir auch eine Schneeballschlacht machen“. „Oh ja“, sagt Lou und Elli klatscht vergnügt in die Hände, beide freuen sich. Mama Nele lacht ebenfalls und zündet die erste Kerze auf dem Adventskranz an.

Später am Mittag sind Lou und Elli im Garten. Lou rollt den Schnee zu Kugeln, um diese anschließend zu einem Schneemann zu stapeln. Die beiden Kinder haben einen riesen Spaß im Schnee und Lou stellt fest, dass es ja gar nicht mehr lang bis Weihnachten ist. „Du Elli“, fragt Lou, „Hast Du dir schon Gedanken über Deine Wünsche gemacht? Ich habe dieses Jahr so viele Sachen, die ich gerne vom Weihnachtsmann hätte“. Elli schaut verblüfft durch ihre großen Augen und in diesem Moment wirft Papa Ralf, Lou mit einem Schneeball ab. Alle drei brechen in Gelächter aus und Papa Ralf und Lou beginnen eine wilde Schneeballschlacht. Mama Nele kommt dazu und ruft: „He Ihr drei, was ist denn mit dem Schneemann? Wolltet ihr den nicht fertig machen? Es gibt bald Abendessen“. Die beiden Kinder blicken verdutzt ihren Vater an. Also macht sich Mama Nele auf ins Haus, um die Möhre zu holen, Papa Ralf sucht die Steine und Lou macht sich auf die Suche nach Stöcken. Nach und nach bekommt der Schneemann eine Nase, Arme und natürlich Knöpfe für seinen Mantel. „Irgendwie sieht das merkwürdig aus, als würde etwas fehlen“, sagt Papa Ralf. Mama Nele lacht: „Na klar der hat ja noch gar keinen Hut“. „Und der Schal fehlt auch noch“, sagt Lou. Also geht Papa Ralf nochmal ins Haus, um aus der großen Kiste im Flur eine Mütze und einen Schal zu suchen. 

Wieder draußen angekommen, legt Papa Ralf dem Schneemann den Schal um und Lou setzt ihm die knallrote Bommelmütze auf. So sieht er echt gut aus, denkt sich Lou und ist stolz auf das Ergebnis. Mama Nele erscheint auf der Terrasse und ruft: „Essen ist fertig!“. „Mama, Mama“, rufen Lou und Elli ganz aufgeregt. „Schau mal, unser Schneemann ist endlich fertig“. „Wow!“, sagt Mama Nele. „Den habt Ihr aber toll gebaut! Jetzt aber rein, es ist schon fast dunkel“. Lou ist ganz überrascht, wie schnell die Zeit vergangen ist. Gemeinsam isst die Familie zu Abend und erzählt sich lustige Geschichten über ihren Tag. Mama Nele erzählt, dass sie mit Dackel Felix im Wald war und ganz viel Rehe gesehen hat. „Das war vielleicht ein Erlebnis sag ich Euch“.

 

Nach dem Abendessen spielen die vier noch einige Runden Karten, bevor die beiden Kinder zu Bett gehen. Als Mama Nele die Gute Nacht Geschichte zu Ende gelesen hat, dreht sich Lou zu ihr um. „Weißt Du Mama, bald ist schon Weihnachten“. „Ja mein Schatz, hast Du dir denn schon Gedanken gemacht, was Du dir vom Weihnachtsmann wünscht?“, fragt Mama Nele. Lou überlegt kurz, es sind so viele Wünsche, wie soll man sich denn da entscheiden? „Noch nicht“, antwortet Lou. „Das macht nichts“, sagt Mama Nele. „Überlege es Dir in Ruhe, denke nur daran, dass der Weihnachtsmann sehr beschäftigt ist und er und seine Helfer frühzeitig planen müssen. Sonst klappt das mit dem Geschenke verteilen an die ganzen Kinder doch nicht rechtzeitig“. Mama Nele steht auf und deckt Lou bis zur Nasenspitze zu. Lou kuschelt sich in das Bett. „Gute Nacht Lou, schlaf gut und träume schön“. „Gute Nacht Mama“. Damit verabschiedet sich Lous Mama aus dem Zimmer und löscht das Licht. Bis Lou zur Ruhe kommt, dauert es eine Weile. Die Gedanken kreisen umher. Dass Mama Nele so viele Rehe auf einmal gesehen hat, kann ja nur bedeuten, dass der Weihnachtsmann schon in der Nähe ist, denkt Lou aufgeregt, es ist nicht mehr allzu lange bis Weihnachten. Doch was ist nun mit den Wünschen? Ein paar neue Spielzeuge wären toll, aber auch das Buch über die verschiedenen Tierarten, die im Wald leben, ist interessant und dann ist da ja noch der neue Spielzeug Bauernhof aus Holz, der schon länger auf Lous Liste steht und nicht zu vergessen, das Sticker Album. Das viele nachdenken macht Lou müde und die Augen werden immer schwerer, bis Lou tief und fest eingeschlafen ist.

 

Na, was denkst Du, hat es mit den Rehen auf sich? Und welche Wünsche wird Lou auf den Wunschzettel schreiben?
Das erfährst Du in der nächsten Geschichte.