Sparen für einen Auslandsaufenthalt
Ein Praktikum im Ausland

Sparen für einen Auslandsaufenthalt

Viele Jugendliche haben zur heutigen Zeit den Wunsch einige Zeit im Ausland zu verbringen. Sei es für ein Praktikum oder einen Studienaufenthalt im Ausland - ein Auslandsaufenthalt kann in vielerlei Hinsicht einen großen Erfahrungszuwachs bedeuten. Zum einen stellt ein Aufenthalt im Ausland eine gute Möglichkeit dar, sprachliche Kenntnisse zu verbessern und fremde Kulturen kennen zu lernen. Zudem können Jugendliche, die eine längere Zeit im Ausland verbringen, auf persönlicher Ebene große Fortschritte in Sachen Selbstständigkeit und -bewusstsein machen. Ein Aufenthalt im Ausland ist außerdem zur heutigen Zeit häufig verpflichtender Baustein vieler Studiengänge und stellt in jedem Fall einen entscheidenden Vorteil in späteren Bewerbungsprozessen dar. Viele Arbeitgeber, gerade in internationalen Unternehmen, setzen Auslandserfahrungen oft voraus.

Dass ein längerer Aufenthalt im Ausland viele Vorteile mit sich bringt steht fest - häufig aber ist er zugleich mit hohen Kosten verbunden.

Hier finden Sie 5 Punkte um diese Kosten möglichst gering zu halten und sich als Familie bestmöglich auf den Auslandsaufenthalt eines Kindes vorzubereiten.

 

1. Erstellen Sie einen realistischen Kostenplan

Beginnen Sie frühzeitig mit einer ausführlichen Recherche über die Lebenshaltungskosten, die Sie am Reiseziel erwarten. Denken Sie hierbei an sämtliche Kostenpunkte wie Lebensmittel, Mietkosten, eventuelle Kosten für Versicherungen, Studiengebühren oder ein Visum. Diese können sich je nach Zielland und -stadt zum teil extrem unterscheiden. Ziehen Sie außerdem die entstehenden Reisekosten in Betracht. Führen Sie eine Liste über sämtliche Kostenpunkte und erstellen Sie so einen möglichst ausführlichen Kostenplan.

Basierend auf diesem können Sie Ihre Sparziele klar definieren und konsequent für den geplanten Aufenthalt sparen.Grundsätzlich gilt: Je granularer und frühzeitiger desto besser. So laufen Sie zum einen weniger Gefahr sich bei den Kosten zu verschätzen und haben zum anderen mehr Vorlaufzeit um Ihr Sparziel zu erreichen.

 

2. Passen Sie das Ziel ihrem Budget an

Sowohl die Lebenshaltungskosten, als auch Studiengebühren im Ausland unterscheiden sich zum Teil extrem je nach Destination. Informieren Sie sich deshalb vor einer Bewerbung gemeinsam mit Ihrem Kind über die Kosten in verschiedenen in Frage kommenden Ländern und Städten und beziehen Sie das vorhandene Budget in die Planung mit ein. Mit einer geschickten Wahl des Reiseziels können Sie die Kosten teils extrem senken. Bei Auslandspraktika unterscheiden sich auch die Praktikantenlöhne extrem je nach Ziel. So gibt es in manchen Ländern beispielsweise gesetzliche Mindestlöhne, während Praktikanten in anderen Ländern zum teil gar keine oder nur sehr niedrige Gehälter gezahlt bekommen. Auch hier haben Sie einen entscheidenden Vorteil wenn Sie sich frühzeitig informieren um Ihre Chancen auf einen Aufenthalt im gewünschten Zielland zu erhöhen.

 

3. Klären sie Organisatorisches frühzeitig

Um unnötige Kosten zu vermeiden, sollten Sie sich frühzeitig organisatorischen Dingen im Heimatland widmen. Kündigen Sie frühzeitig sämtliche Verträge, die während der Abwesenheit nicht benötigt werden. Beispiele hierfür sind Mitgliedschaften in Fitnessstudios, inländische Handyverträge und Ähnliches. Oft gibt es auch die Möglichkeit solche Verträge für die Dauer der Abwesenheit stillzulegen. Klären Sie außerdem frühzeitig ob bestimmte Impfungen, ein aktueller Reisepass oder ein Visum für das Zielland benötigt werden um hohe Kosten für Eilanträge zu vermeiden. Falls Ihr Kind bereits in einer eigenen Wohnung lebt sollten Sie es frühzeitig in Betracht ziehen diese zu kündigen oder untervermieten um auch hier doppelte Kosten zu vermeiden.
 

4. Beantragen Sie Fördermittel

Sowohl für Studienaufenthalte als auch für Praktika, gibt es zahlreiche finanzielle Fördermittel, die Sie in Betracht ziehen sollten. Neben einer Förderung durch Erasmus und dem Auslands-Bafög, gibt es eine Vielzahl von Stipendien, für die sich Praktikanten und Studenten bewerben können um finanzielle Unterstützung während eines Auslandsaufenthaltes zu erhalten. Die Summen, die Jugendliche hier erhalten können sind keinesfalls zu vernachlässigen und können durchaus einen sehr großen Teil der Kosten abdecken. Informieren Sie sich möglichst frühzeitig über in Frage kommende Stipendien und Fördermittel um eine größere Chancen auf eine Förderung zu haben und die oft schon weit im Voraus liegenden Bewerbungsfristen für solche Mittel nicht zu verpassen.
 

5. Kümmern Sie sich frühzeitig um einen Nebenjob

Vor Allem für Studenten ist es häufig eine gute Möglichkeit sich einen Nebenjob im Ausland zu suchen und so aktiv zur Finanzierung beizutragen. In Frage kommende Tätigkeiten sind beispielsweise Aushilfstätigkeiten an Lehrstühlen der besuchten Universität oder Kellner Jobs in örtlichen Cafès. Diese bieten Jugendlichen nicht nur die Möglichkeit etwas Geld zu verdienen, sondern gleichzeitig auch in Kontakt mit der den Menschen und der Kultur des Ziellandes zu kommen und so schneller Anschluss in der neuen Stadt zu finden. Achten Sie bei dieser Möglichkeit allerdings darauf ob ein eventuell bezogenes Stipendium einen Nebenjob erlaubt und ob im Zielland eine umfassende Arbeitserlaubnis nötig ist. In der Regel erhalten Sie hierbei Hilfe und Informationen beim akademischen Auslandsamt der Universität.

 

Mit einer gewissenhaften und frühzeitigen Vorbereitung auf einen anstehenden Auslandsaufenthalt lassen sich die Kosten also zum einen beschränken und zum anderen auch besser abschätzen. So können Sie Ihre Kinder bestmöglich bei einer geplanten Reise unterstützen. Auch zu Zeiten von globalen Pandemien ist ein Praktikum bei einer internationalen Firma nicht ausgeschlossen und sollte dennoch in Betracht gezogen werden.